Pädiatrische Pflegekompetenz PÄP

Die Bildungsreihe Pädiatrische Pflegekompetenz PÄP der DRK-Schwesternschaft Krefeld e.V. bietet dem Pflegefachpersonal der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege die Möglichkeit der persönlichen und fachspezifischen Fort- und Weiterbildung, um ihre berufliche Handlungskompetenz zu stärken.

Die Pflege steht insgesamt vor vielfältigen Herausforderungen, die es in Zukunft zu bewältigen gilt. Fortlaufende Veränderungsprozesse im Gesundheitswesen, sich wandelnde familiäre Strukturen in einer multikulturellen Gesellschaft und die Zunahme der chronischen und lebensbedrohlichen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter machen die Pflege insgesamt komplexer. Verunsicherung und Überforderung können die Folge sein, die ein frühzeitiges Abwandern aus dem Beruf begünstigen. Um die Beschäftigungsfähigkeit zu fördern, ist lebenslanges Lernen erforderlich, wie es bereits im neuen Pflegeberufegesetz und im Deutschen Qualifikationsrahmen verankert ist. Demnach ist lebenslanges Lernen ein Prozess der beruflichen Biographie, der durch kompetenzorientierte Fort- und Weiterbildungen eine langfristige berufliche Handlungsfähigkeit möglich macht.

Unsere Jahrenzeiten-Seminare sind kompetenzorientiert ausgerichtet und stellen die Teilnehmenden in den Mittelpunkt. Durch die Methodenvielfalt und der insgesamt konstruktivistischen Lern- und Umgebungskultur wird den Teilnehmenden ermöglicht, sich motiviert und nachhaltig weiterzuentwickeln.

Die Seminare werden jeweils zu spezifischen Themen der pädiatrischen Pflege von einem interdiziplinären Referententeam angeboten.

Einen Schwerpunkt stellt das übergeordnete Konzept der „Familienorientierten Pflege“ dar. Nach dem Motto „das Kind ist nicht alleine krank“ wird dabei die Perspektive nicht nur auf das kranke Kind sondern auf die gesamte Familie gerichtet, um diese zu stärken und das Familiengleichgewicht wieder herzustellen. Die Teilnehmenden eignen sich die Prinzipien der familienorientierten Pflege auf der Basis des Pflegemodells der Familien- und umweltbezogenen Pflege mit der Theorie des systemischen Gleichgewicht nach Marie-Luise Friedemann und der Salutogenese nach Aaron Antonovskys an.

Sie entwickeln eine entsprechende Haltung, um der besonderen Dreiecksbeziehung
Kind / primäre Bezugsperson / Pflegefachperson
professionell begegnen zu können. So werden Situationen besser erklärbar und Konflikte können leichter vermieden werden.