Palliative Care Level II 2021

Palliative Care Level II

Im Zimmer
Das Zimmer behütet mich
da ich es hüten muss
Kommt stückweis die Welt
an mein Fenster
Pappeln Sperlinge Wolken
Briefe von alten und fremden Freunden
besuchen mich täglich
Die Zeit
ein Gespräch
Wirklichkeit
sagst du
ich sage
Traum.
– Rose Ausländer –

Seltene Nicht-Maligne Erkrankungen in der Palliativversorgung
In der Palliativversorgung spielen nicht-onkologische Erkrankungen bisher eine untergeordnete Rolle. Doch die Patientenzahl mit fortgeschrittenen internistischen, neurologischen oder geriatrischen Erkrankungen steigt rapide an. Die Herausforderung für die Palliativversorgung liegt nicht nur in der hohen Zahl nicht-onkologischer Patienten, sondern auch in den unterschiedlichen Krankheitsverläufen. Die Einschätzung der Prognose bei diesen Patienten ist wesentlich schwieriger und damit auch die Frage, wann sie am ehesten von palliativmedizinischer Betreuung profitieren. Diese Patienten sterben wahrscheinlich in höherem Alter zum Beispiel an neurologischen Erkrankungen (Alzheimer oder andere Demenzen), an chronischen Lungenerkrankungen, terminaler Herzinsuffizienz oder an einer generellen Gebrechlichkeit.

Marte Meo bei Menschen mit Demenz in der Palliativversorgung
Marte Meo ist eine ressourcen-orientierte Methode, die danach fragt, wie es gelingen kann, Menschen mit Einschränkungen im Alltag Orientierung, Sicherheit und Wertschätzung zu vermitteln. Grundlage für das Arbeiten mit Marte Meo ist die Videotechnik. Mit ihrer Hilfe werden kurze Szenen im Alltag der Menschen mit Demenz gefilmt und anschließend analysiert. Gezielt werden die gelungenen Momente im Kontakt herausgearbeitet und bestärkt. Das Videocoaching hilft den Fachkräften in den unterschiedlichen Settings der Palliativversorgung, ihre eigenen kommunikativen Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Darüber können sie wertschätzend die Lösungsversuche und verbliebenen Kompetenzen der Menschen mit Demenz wahrnehmen und als Ausdruck von Teilhabe und Lebensqualität identifizieren.

Supervision in der Palliativversorgung
Ein Setting, in dem es für die Teams und Organisationen Gelegenheit und die Erlaubnis gibt, in einem geschützten Rahmen über den Arbeitsbereich zu reflektieren, Konflikte produktiv anzugehen, das Enttäuschungsmanagement zu stärken, Nachzudenken über die Ressourcen und das Gute. Nichts Anderes ist Inhalt der Supervision in diesem Praxisfeld. Darüber hinaus trägt die Supervision dazu bei, dass die Organisationkultur sich weiterentwickelt, festigt und nachhaltig intern und extern Wirkung entfaltet

Inhalte

Seltene Nicht-Maligne Erkrankungen in der Palliativversorgung, therapeutische Möglichkeiten der Symptomlinderung
Grundlagen und Fallarbeit zu Marte Meo bei Menschen mit Demenz in der Palliativversorgung
Supervision, Grundlagen, verschiedenen Aspekte und Fallarbeit anhand von komplexen Situationen aus der Praxis der Palliativversorgung

Ziele

Die Teilnehmenden setzen sich mit seltenen Erkrankungen in der Palliativversorgung auseinander und lernen entsprechende Therapieoptionen zur Linderung der Symptomlast kennen, sie können diese Möglichkeiten der Therapien auf ihren Arbeitsbereich transferieren, Strategien zur Umsetzung in der Gruppe reflektieren und das neu erworbene Wissen nutzbar machen.
Die Teilnehmenden lernen die Methode Marte Meo und die wichtigsten Arbeitsgrundlagen kennen, sie lernen, die alltägliche Interaktion mit Menschen mit Demenz anderes zu betrachten und eingefahrene Verhaltensmuster in Alltagssituationen im Moment der Interaktion zu verändern, um demenziell erkrankte Menschen in der Palliativversorgung zu orientieren. Die Teilnehmende lernen Supervision als regelgeleitetes Verfahren der Reflexion laufender Arbeitsprozesse kennen, reflektieren den Erhalt und die Entwicklung der beruflichen Wirkungsmöglichkeiten und der weiteren Professionalisierung. Sie setzten sich mit dem Selbst- und Fremdverstehen des beruflichen Handelns in den komplexen Situationen der Palliativversorgung auseinander.

Qualitätsicherung

Gemäß den gesetzlichen Grundlagen §39a, §132dff gemäß §37b Abs. 1 und Abs.2, SGB V wird die Qualitätssicherung durch jährliche Fortbildungsveranstaltungen für die Absolventen der Weiterbildung Palliative Care durch die Palliativakademie Rheinland sichergestellt.

Zielgruppe

Absolventen der Weiterbildung Palliative Care

Termine

21.06. – 23.06.2021 (28 Stunden)
oder
23.08. – 25.08.2021 (28 Stunden)
oder
14.09. – 16.09.2021 (28 Stunden)

Kursgebühr

395,00 EUR

Rückfragen und Anmeldung

Regina Nöbel
DRK-Schwesternschaft Krefeld e.V.
Jakob-Lintzen-Str. 3
47807 Krefeld
Tel: 02151/5897-58
noebel@drk-schwesternschaft-kr.de

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